GdG St. Peter Mönchengladbach-West

Bericht Siebenbürgenhilfe 2021

Logo Siebenbürgenhilfe (c) Diakonie MG
Datum:
Mi. 8. Dez. 2021
Von:
Helga Panglisch

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Spender*innen für die Siebenbürgenhilfe,

das Jahr 2021 ist für die Siebenbürgenhilfe ähnlich verlaufen wie das Vorjahr. Eine Fahrt nach Rumänien war für uns nicht möglich und somit musste alles über E-Mail oder Telefon organisiert werden.

Nachdem sich die Situation im Sommer in Rumänien entspannt hatte, stiegen die Neuinfektionen mit Covid-19 im Verlauf des Herbst so stark an, dass das Leben wieder sehr eingeschränkt werden musste. Dieser Zustand hält noch an. Darüber hinaus sind die Preise für Energie und Lebensmittel stark gestiegen, was besonders die Menschen trifft, die ohnehin nur geringe Einkünfte haben.


Umso erfreulicher ist es, dass die Projekte der Siebenbürgenhilfe auch dank Ihrer Unterstützung uneingeschränkt fortgeführt werden konnten. Die Partner*innen rund um Hermannstadt sind dafür sehr dankbar.

Neun Transporte mit Hilfsgütern aller Art konnten wir durchführen. Die Partner*innen verwenden die Ware in ihren Alten- und Behinderteneinrichtungen und verkaufen sie für kleines Geld. Mit dem Erlös können sie Arbeitsplätze finanzieren und hilfsbedürftige Menschen unterstützen. Ebenso übernehmen Sie die Kosten für die LKWs.

Ohne tatkräftige Helfer könnte an einem Transporttag der 40-Tonnen-LKW nicht in drei Stunden beladen werden. Für die anstrengende Arbeit erhalten die Männer eine kleine Aufwandsentschädigung, die wir nur aus Spendengeldern finanzieren können. Das ist gut investiertes Geld, da der Erlös eines LKWs den Partner*innen in Siebenbürgen ein Vielfaches mehr erbringt.

 

Das Kinderhospiz wäre ohne Ihre Unterstützung oftmals am Rande seiner Existenz. Insbesondere durch die zusätzlichen Hygienemaßnahmen durch Corona und die großen Kostensteigerungen für Spezialnahrung für die Kinder benötigt das Kinderhospiz mehr Spenden denn je. Während staatliche Organisationen in Rumänien einen Zuschuss für Mehrausgaben durch Corona bekommen, müssen nichtstaatliche Organisationen wie das Kinderhospiz ohne einen solchen Zuschuss weiter den Betrieb aufrechterhalten.

43 Kinder konnte das Kinderhospiz in diesem Jahr bisher betreuen. Einige konnten wieder mit den Eltern nach Hause und einige sind verstorben.  Aber einige Kinder sind weiter ohne ihre Familien im Hospiz und werden solange versorgt mit allem, was sie benötigen, für die Zeit, die ihnen noch bleibt.

Die kirchliche Medikamentenstelle konnten wir mit über 40 Paketen mit gespendeten und dazugekauften Medikamenten versorgen. Uns wird immer wieder berichtet, dass die Menschen zu den Öffnungszeiten Schlange stehen, um ein verordnetes Medikament zu bekommen, das sie sich nicht leisten können oder das in Rumänien nicht zu bekommen ist.

Sehr dankbar sind wir auch für die zusätzliche finanzielle Unterstützung aus dem Fonds „Hoffnung für Osteuropa“ beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe für das Kinderhospiz und die Medikamentenstelle.

Die Winterhilfe ist auch wieder angelaufen und kann insbesondere den alten Gemeindegliedern rund um Hermannstadt einen Zuschuss zu den Energiekosten zahlen. Er wird in diesem Winter wegen der erwähnten Kostensteigerung etwas höher ausfallen. Dass ein höherer Zuschuss gezahlt werden kann, ist auch nur möglich durch die vielen Spender*innen in ganz Deutschland.

Darüber hinaus konnten wir auch wieder Alte und Kranke unterstützen, die von anderen Stellen keine Hilfe bekommen.

Im kommenden Jahr wird die Siebenbürgenhilfe beim Diakonischen Werk Mönchengladbach e.V. 40 Jahre alt. Ein Jubiläum, das eher nicht zum Feiern geeignet ist, da es schon nachdenklich stimmt, in einem europäischen Land weiterhin vielfältige Unterstützung zu leisten. Unsere Partner*innen in Siebenbürgen hoffen darauf, dass wir auch in den kommenden Jahren die bisherigen Hilfen weiterführen können. Hierfür benötigen wir auch weiterhin Ihre finanzielle Unterstützung.

Wie bisher können Sie allgemein für die Siebenbürgenhilfe spenden oder für eins der genannten Projekte. Bitte vermerken Sie Ihren Wunsch auf der Überweisung (Spendenkonto: Stadtsparkasse MG, IBAN: DE95 3105 0000 0000 2139 34).

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein friedvolles Jahr 2022. Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen

Ulrich Krause + Dr. Alf Scheidgen, beide Vorstand
Ute Dornbach-Nensel + Hubert Nensel