GdG St. Peter Mönchengladbach-West

„Beweglich“

evangelisches-schuldekanat_pfarrbriefservice (c) „Fronleichnam“ von Evangelisches Schuldekanat Schorndorf/Waiblingen / CC-by 2.0 / Quelle: flickr.com In: Pfarrbriefservice.de
Datum:
Fr. 10. Juni 2022
Von:
Melanie Kwasnitza

„Beweglich“

Bei unserer vorletzten Teamsitzung gab es im Hinblick auf das nahende Pfingstfest einen Impuls zu diesem Fest.

Dabei hat mich das Wort „beweglich“ sehr angesprochen.

Pfingsten ist ja vom Termin her ein bewegliches Fest,

da es in jedem Jahr auf ein anderes Datum fällt.

Aber es ist auch inhaltlich ein bewegliches Fest,

da der Heilige Geist ja etwas sehr Lebendiges und Bewegliches in sich ist.


Auch das Fest,

dass wir am 16. Juni feiern, das Fest Fronleichnam, ist für mich beweglich.

Auch Fronleichnam feiern wir jedes Jahr an einem anderen Datum.

Und die Prozession, die ja in diesem Jahr wieder stattfinden kann,

lässt diese Beweglichkeit im wahrsten Sinne des Wortes erkennen:

die Gemeinde zieht durch die Straßen mit der Monstranz,

in der sich die konsekrierte Hostie befindet.

 

Die Tagestexte an diesem Festtag sprechen in der 2. Lesung (1 Kor 11, 23-26)

 von den Einsetzungsworten beim Letzten Abendmahl und im Evangelium

(Lk 9, 11b - 17)wird uns erzählt, wie Jesus die fünftausend Menschen sättigt.

In beiden biblischen Situationen kann ich mir gut vorstellen, dass die Jünger damals sehr bewegt im Sinne von innerlich angerührt und/ oder aufgeregt waren.

In der einen Szene ist klar, Jesus wird bald sterben, es ist das LETZE Abendmahl mit ihm und bei der anderen Szene sind die Jüngern damit beschäftigt,

wie all diese vielen Menschen wohl satt werden sollen und erleben dann dieses Wunder, dass Jesus mit 5 Broten und 2 Fischen alle satt bekommt.

Bei der Speisung hat Jesus den körperlichen Hunger der vielen Menschen und

- ich glaube - auch die Sehnsucht ihrer Seele gestillt

und geht dann – beim Letzten Abendmahl - noch einen Schritt weiter und verschenkt sich selbst, indem er sagt:
„Das ist mein Leib für Euch“.

Dieses Geschenk, dieses Glaubens - Geheimnis

feiern und ehren wir an Fronleichnam:

die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie.

 

Wie begegne ich dieser Gegenwart? Vielleicht:

*staunend
*ehrend

*zweifelnd

*gleichgültig

*glaubend

*...?

 

Was setzt diese wirkliche Gegenwart in mir in Bewegung:

*in meiner Seele

*in meinem Geist

*in meinem Körper?

 

Jesus ist wirklich und wahrhaftig da.

Er ist mit uns in Bewegung.

Er lädt uns ein:

*unsere Unbeweglichkeit,

*unsere Starrheit

*unsere Grenzen

zu überwinden und zu glauben:

daran, dass er da ist und mit uns geht,

jeden Weg unseres Lebens:

die schweren und die schönen Wege.

 

Das bedeutet für mich dieses Fest.

Fronleichnam lädt mich ein „bewegt“ und „beweglich“ zu sein

und mich berühren zu lassen

von Jesu Gegenwart in meinem Leben.

 

Melanie Kwasnitza

Gemeindereferentin