GdG St. Peter Mönchengladbach-West

Der 4. Oktober

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Datum:
Fr 16. Okt 2020
Von:
Elke Aretz

Gedanken zum 4. Oktober

Dieser 4. Oktober ist jetzt schon fast zwei Wochen her,

aber mir ist er im Herzen und in meinen Gedanken geblieben.

Auf diesen 4. Oktober 2020 fiel das Fest des Hl. Franz von Assisi,

es wurde Erntedank gefeiert und man beging den Welttierschutztag.

Wir danken für die Ernte, für die Gaben, die Gott uns durch seine Schöpfung schenkt, wir danken für das, was wir zum Leben brauchen.

Der Tierschutz erinnert uns daran, das wir – ganz im Sinne des Hl. Franziskus –

alle Gottes Geschöpfe sind.

In seinem Sonnengesang hat dieser Heilige das Lob auf Gottes Schöpfung gesungen.

Mein Mann hatte es in der Zeitung gelesen und wir beschlossen,

an diesem 4. Oktober mit unserem Hund einen Gottesdienst mit Tiersegnung mitzufeiern.

Wie passend an diesem Tag!

Gesagt, getan, fanden wir uns an diesem kühleren, aber sonnigen und trockenen Sonntagnachmittag inmitten vieler Hunde, Pferde, kleinerer Nagetiere, Hühner und all deren Besitzer wieder.

Ja, diese Tiere gaben auch so ihre Laute von sich und ich dachte so bei mir,

wie wird das wohl im Gottesdienst sein? Für mich war es das erste Mal.

Als der Gottesdienstleiter begann, herrschte auf einmal Stille,

so als würden auch die Tiere es verstehen.

In mir hat dieser Gottesdienst ganz viel ausgelöst:

*mir kam das Bild in den Sinn, dass den Hl. Franz von Assisi darstellt,

wie er den Vögeln predigt.

*ich dachte an Ochs und Esel im Stall von Bethlehem:

sie waren ganz nah dran an diesem Geheimnis der Geburt Jesu

und sie gaben ihm Schutz und Wärme;

ganz einfach, ganz still, ganz nah … und ich dachte so bei mir:

das ist Weihnachten, darauf kommt es an.

*und mir kam die Geschichte einer kleinen Maus (von Leo Lionni) in den Sinn,

die jetzt im Herbst Schätze für den Winter sammelt,

die die Seele der anderen kleinen Mäuse den harten Winter überstehen lässt

Das alles war in meinem Kopf und in meinem Herzen an diesem 4. Oktober.

Und noch etwas anders war da:

eine Ahnung davon, dass wir alle zusammengehören und das alles in der Schöpfung einem inneren Zusammenhang folgt, und das Gott alles segnet,

weil er es gut geschaffen hat.

In meinem Herzen spürte ich Demut und Dank und im Hintergrund hörte ich ein leises Bellen und Wiehern einiger tierischer Gottesdienstteilnehmer, 

aber nur sehr sehr leise.

 

Melanie Kwasnitza