GdG St. Peter Mönchengladbach-West

Gaudete-Freut Euch

Gaudete-Freut euch

GaudeteIncipit (c) aus Wikipedia
Datum:
Do. 10. Dez. 2020
Von:
Elke Aretz

„Gaudete“ - „Freut Euch“ 

Während ich diesen Impuls schreibe, hat Bayern seine Maßnahmen gegen das Corona-Virus verschärft und aktuell ist in der Diskussion, ob vielleicht solche Verschärfungen für das ganze Land oder weite Teile Deutschlands kommen werden.

Ich merke, dass ich an meine Grenzen komme!
Dieser jetzt schon so lang anhaltende Zustand  -

dieses Leben mit bzw. gegen das Virus fordert seinen Tribut.

Ich fühle mich angespannt und meine Gemütslage schwankt von genervt über hilflos und ratlos bis hin zu traurig-sein.

Dünnhäutiger bin ich geworden und manchmal fällt mir auf,

dass ich mich schlechter konzentrieren kann und meine Gedanken nicht wirklich fassen kann.

„Life begins at the end of your comfort zone“ –

„Leben beginnt am Ende deiner Komfort-Zone“ –

dieser Spruch hängt in meinem Zimmer zu Hause und so fühlt es sich auch grade an.

Dienstlich und privat bin ich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt.

 

Was soll ich lernen, wie soll ich innerlich wachsen und reifen – frage ich mich:

*auf Gott zu vertrauen

*jeden Tag bewusst wahrzunehmen

*in der Gegenwart – im Jetzt zu leben -

das sind Antworten, die ich ahnen kann.

 

In diesem Jahr, in diesem Advent scheint es nicht zu sein wie „alle Jahre wieder“,

wie es das Lied von Friedrich Silcher mit dem Text von Wilhelm Hey besingt!

 

Das erinnert mich daran, dass im eigentlichen Sinne die Adventszeit  -

genau wie die österliche Bußzeit – eine Fastenzeit ist.

Mit all den Einschränkungen und Verzichten fühlt es sich

in diesem Advent auch wirklich so an.

 

Fasten heißt aber auch, dass ich mich vertrauend einlasse

auf das Kommen Gottes in der Geburt Jesu.

In dieser adventlichen Fastenzeit ist mir da das Bild des Heilands sehr nahe.

Da kommt ein Heiland, ein Retter, der unsere Not wenden will,

der unser Dunkel hell machen will.

 

Und damit ist es doch „wie alle Jahre wieder“,

denn Jesus kommt in unsere Welt, egal, wie diese grade ist!

 

 

Ich vermisse es, gemeinsam mit anderen die schönen Adventslieder zu singen,

die genau davon erzählen.

Ich möchte uns alle einladen, dass wir uns die Adventslieder als Trost suchen,

sie lesen mit den Augen des Herzens, sie ankommen lassen in unserem Innern,

und damit Jesus selber ankommen lassen in uns.

Advent heißt Ankunft.

Der Heiland will kommen.

Er will kommen zu Dir und zu mir.

Heißen wir ihn willkommen.

Bereiten wir unsere Herzen.

Öffnen wir unsere Herzen für sein Kommen.

 

Wird Jesus geboren in uns,

dann erfüllt sich das Psalmwort aus Psalm 147, 14 a, wo es heißt:

„Er verschafft deinen Grenzen Frieden:“

Das schenkt Hoffnung in der Begrenztheit, die ich momentan erlebe.

 

An diesem Sonntag feiern wir „Gaudete“ - „Freut Euch“!

Da darf schon mal die Ahnung der Freude des Weihnachtsfestes aufkommen:

wir dürfen uns frei und von Herzen freuen über die Geburt unseres Heilands,

der will, dass wir heil werden an Körper, Geist und Seele.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen frohen 3. Advent!

„Gaudete“ - „Freut euch“!

 

Melanie Kwasnitza

Gemeindereferentin