GdG St. Peter Mönchengladbach-West

Vielleicht schon hier und da bekannt ....

Richard Cremer (c) R. Cremer
Richard Cremer
Datum:
Mo 24. Aug 2020
Von:
Richard Cremer

 

... stelle ich mich Ihnen / Euch als Mensch vor, der sich der Berufung zum ständigen Diakon stellt.

Geboren bin ich 1973 in Neuss, aufgewachsen in Priesterath bei

Jüchen. Über mich selbst ist zu sagen, dass ich von

Beruf Industriemeister Chemie bin, seit 1991 ehrenamtlich aktiv in

der Gemeinschaft Sant´Egidio (einige von Ihnen / Euch kennen

sicher noch die Regenbogenschule in Venn) und seit 7 Jahren

in der Firmkatechese in Venn aktiv. Hierfür begeistert haben mich

Wolfgang Scheeres und Franz-Josef Liffers.


Ich bin verheiratet und habe eine Tochter und einen Sohn. Wir wohnen in Venn.

Seit nunmehr zwei Jahren mache ich berufsbegleitend die Ausbildung / das Studium zum ständigen Diakon. Auf die Weihe im November 2023 folgt nach vier Jahren Ausbildung, dann noch eine ca. zweijährige Berufseinführungsphase in der Pfarrei. In Aachen wurde meinen vier (Mit-) Diakonanden und mir am 10.06.2020, durch den Beauftragten des Bistums Aachen, Pfr. Thomas Schlütter, die Ämter des Lektors und des Akolythen übertragen, diese sog. Ämterüberträgung oder auch Institutio,
wird als „niedere Weihe" bezeichnet und ist Bestandteil auf dem Weg ins ständige Diakonat.
Diese Dienstämter sind seit der Antike in der Kirche bekannt (hierzu gerne an anderer Stelle mehr). Meine praktische Ausbildung bis zur Weihe im November 2023 findet in der GdG - St. Peter statt. Zunächst werde ich mit Pfr. Hagens weiter in der Firmkatechese aktiv sein und dann - soweit es Familie, Ausbildung und Beruf
zulassen, auch liturgisch und in der Jugendarbeit aktiv werden.


Wer sich fragt „warum man das alles macht, bekommt folgende Antwort: „na weil ich mich berufen, gerufen fühle“. Nun ja, ganz so einfach war und ist das nicht, glauben Sie nicht, dass ich ein „Heiliger“ bin. Es hat lange gedauert zu erkennen, was das
bedeutet: Berufung. Gerne erkläre ich das, mit einer meiner Lieblingsstellen aus dem Johannes-Evangelium, in der ein gewisser
Natanael auf Jesus trifft (Joh.1, 46-51). Das war in etwa so, da sitzt einer Namens Natanael unter einem Feigenbaum und lässt den Tag Tag sein und den lieben Gott Gott sein. Ein Zeichen, dass man mit sich selbst genug und an sich selbst genug hat. Und da kommt einer, der die Ruhe stört - Philippus - und will doch tatsächlich, dass man aufsteht und sich da irgendjemanden anhört, der sagt, Gottes Sohn zu sein. In dem Moment sagt Natanael: „Ach was kann aus Nazareth schon Gutes kommen.“ Aber Philippus lässt nicht locker: „Komm und sieh!“ Und dann diese Stimme, dieser Jesus, der sagt: „…Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich“. Natanael, ins Mark getroffen, antwortete und sprach zu ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels.“ Jesus antwortete und sprach zu ihm: Weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum, glaubst du? Du wirst Größeres als dieses sehen.“ Diese Stimme war es, die dann nicht mehr weg geht, sie bleibt, nix mehr Feigenbaum, nix mehr einfaches Leben. Ich bin wie Natanael. Alles beginnt mit dem, der Dich mitreißt. Es heißt jemanden heranzulassen, der mir von diesem Jesus erzählt und ruft: „Komm und sieh!“ 
Dann dieser leise Auferstandene - Jesus, der ruft. Es ist seine Stimme die in mein lautes Leben kommt und gehört werden will. Diese Stimme nicht mehr überhören können, ist für mich berufen, gerufen werden. Gottes Bitten, Jesu Rufen, lässt mich nicht mehr los, denn es ist eine so große Wahrheit in Jesus und seinem Vorschlag für mein Leben, dass man sie nicht mehr überhören, verleugnen oder übertönen kann.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit hier in der GdG St. Peter in Venn, Hardt und Waldhausen-Windberg.

Wir hören und sehen uns,
Ihr Richard Cremer